Hallo,
erstmal meldet sich nun nicht der Till zu Wort, sondern ich - der Patrick.
Es folgen nun die Eindrücke der beiden letzten Tage in Ankara.
Erster und auffälligster Eindruck des Tages war
Hatice.
Diese lebensfrohe Frau begleitete uns von nun an durch die Sehenswürdigkeiten der türkischen Metropole.
Erste Station war eine Art Berliner Fernsehturm ohne Spitze und kleiner. Er hatte dafür eine Aussichtsplattform mit Rundgang von der man einen schönen Blick über Ankara erhaschen konnte.
Danach verabschiedete sich André, um sich für das Konzert am Abend im Goethe-Institut fit zu schlafen.
Zweiter Anlaufpunkt war ein Shoppingcenter, wie wir es auch kennen nur viel leerer. Es war schon seltsam so allein auf weiter Flur durch die Markenläden zu shoppen. In manche Läden kam man nur mit einer bestimmten Körpergröße. Wir mussten tricksen.
Danach ging's auch schon ab zum Goethe-Institut, wo um 19 Uhr das Konzert stattfinden sollte. Wir haben lange überlegt, was wir für ein Programm machen sollten (nur deutsch, nur englisch oder gemíscht), da wir nicht wußten, wie viele Menschen im Saal deutsch verstanden. Wir einigten uns auf unser "Heute wie neu"-Programm mit 2 kleinen Änderungen: Wir versuchten die Ansagen sowohl auf deutsch wie auch auf englisch zu machen, was allein schon sehr unfreiwillig komisch war.
Die zweite Änderung war eine spontane Auswechslung der Zugabe. Anstelle des Disco-Medleys sangen wir den türkischen Megahit aus den 90ern "Hepsi senin mi (Sikidim, sikidim)" von Tarkan, welchen wir am gleichen Tag grob einstudiert hatten. Glücklicherweise konnte ich aus meinem Türkeiurlaub '94 noch den Text, den ich mir damals lautmalerisch gemerkt hatte. Die Reaktion des Publikums war für uns vollig überraschend. Schon in den ersten Takten erhoben sich die Leute von ihren Sitzen und tanzten und sangen mit. Die Krönung war, dass nach der Show sehr viele Türken zu uns sagten, dass der Song "besser als von Tarkan" gewesen sei und man "jedes Wort verstanden" habe, was sehr verwunderlich war, da ich selbst kein Wort kannte.
Es war in jedem Fall ein großartiges Konzerterlebnis, besonders wenn man sich vor Augen führt, dass wir fern von der Heimat Menschen mit deutscher Musik berührten. Da wurde uns einmal mehr bewusst, dass Musik eine eigene Sprache hat, die überall verstanden wird.
Der Tag wurde mit einem Abendessen in einem österreichischem Restaurant namens "Lins" abgerundet.
Nun war ja alle Arbeit getan und wir freuten uns auf einen freien Tag mit Hatice und Bernd. Das Sightseeing konnte weiter gehen und wir hatten alle noch keine Mitbringsel für die Daheimgeblieben. Leider lag André weiterhin mit Fieber im Hotelbett. So kam er leider nicht in den Genuss der größten Moschee Ankaras und der darin wandelnden Sonja mit angemessener Haarbedeckung.
Außerdem verpasste er das Mausoleum Atatürks.
Zum nächsten Tagespunkt wurde er dann aber abgeholt. Wir fuhren auf einen Berg auf welchem eine Burg steht. Hier fanden sich allerhand kleiner Lädchen mit allem Krimskrams, der Frauen und Kinder glücklich machen soll. Einen wirklichen Höhepunkt zumindest kulinarischer Art stellte das Mittagessen in einem gemütlichen open-air Lokal dar, Hier bekam ich sogar trotz verächtlicher Musterung des Kelners mein Radler - herrlich!
Es folgte der Besuch eines Museums für langweiligen Faustkeilkram, den wir alle auffällig schnell durchschritten um anschließend in einem Teehaus bei Backgammon und Bauchtanz zu chillen.
Der Abschied von allen liebgewonnen Personen bekam dann ein passendes Ambiente. Auf der Terrasse der Burg wurde vor beeindruckender Kulisse nochmals königlich geschlemmt.
Ein riesen Dank an alle, die uns den Aufenthalt in Ankara so unvergesslich gemacht haben.
Wir kommen wieder!
Kurz vor Schluss hier noch die obligatorischen Publikumsbilder. Diesmal aus dem Alten Gasometer in Zwickau. Einmal der Saal und einmal unser „Lieblingstisch“. Toll habt Ihr mitgemacht!
Euer Patrick
| hatice schrieb am 09.11.2009 15:27:47 |
Hallo Jungs! |
| Manuela schrieb am 04.11.2009 19:29:39 |
Hallo Patrick, |